Die Triangle ist sowohl im No-Gi Grappling als auch im Jiu Jitsu eine durchaus beliebte Technik. Eine seltenere und auch riskantere Art, die Submission zu bekommen ist die flying triangle, welche auch von UFC-Kämpfer Brian Ortega gern genutzt wird. Sie startet im Gegensatz zur regulären triangle aus dem Stand, und sieht dadurch um einiges spektakulärer aus. Kontrolliert man einen Arm des Gegners und zieht ihn tief runter, schafft man sich genug Platz für eine triangle. Nun ist man in der Lage, ein Bein über die Schulter des Gegners zu werfen und so die triangle noch im Stand zu schließen. Der Gegner wird vom Gewicht um seinen Hals zu Boden gebracht. Die flying triangle setzt Sicherheit und Geschwindigkeit und auch ein wenig Risikobereitschaft voraus. Überlegt man nur eine Sekunde zu lang, ist man nicht mehr in der Lage das Momentum zu nutzen und die Submission zu bekommen.

Aber wie realistisch ist eine Submission durch eine flying triangle? Ist es wirklich so einfach, treffsicher hinein zu springen? Das haben wir uns an einem Dienstagabend in der Pantarei gefragt, und es einfach ausprobiert. Nach anfänglichen Zweifeln, auch vor dem Hintergrund dass ich erst seit kurzem meinen Gelbgurt habe, hat es unter Anleitung unseres headcoaches Rey nur einige Minuten gedauert bis die Submission saß. Natürlich solltet ihr diese Technik nur unter Aufsicht eines erfahrenen Teammitglieds oder eures Trainers ausprobieren. Drillt und übt man die flying triangle aber oft genug, kann sie im Wettkampf die entscheidende Technik für euch sein.

 

Daria Weiden, Aachen den 14. November 2018